Auf einen Blick
- Sie zahlen pro Klick. Der tatsächliche Klickpreis liegt oft unter Ihrem Höchstgebot.
- An einzelnen Tagen kann Google bis zum Doppelten des Tagesbudgets ausgeben, im Monat aber höchstens etwa das 30,4-Fache.
- Lokale Begriffe in Heidelberg haben laut SE Ranking geschätzte Klickpreise zwischen rund 1 und 4 Euro, bundesweite Agenturbegriffe deutlich mehr.
- Agenturgebühren kommen zum Werbebudget hinzu und sollten klar davon getrennt sein.
Zwei Rechnungen: Budget und Betreuung
Google Ads kostet Sie zunächst das, was Sie Google für Klicks bezahlen. Das ist das Werbebudget. Beauftragen Sie eine Agentur oder einen Freelancer mit Einrichtung und Betreuung, kommt deren Honorar hinzu. In seriösen Angeboten sind beide Posten getrennt ausgewiesen, und das Budget wird direkt über Ihr eigenes Konto an Google gezahlt.
Wie ein Klickpreis entsteht
Bei Suchanzeigen zahlen Sie, wenn jemand auf die Anzeige klickt. Wie viel, entscheidet eine Auktion, die bei jeder Suche neu stattfindet. Sie legen fest, wie viel Sie höchstens für einen Klick zahlen wollen, oder überlassen Google das Bieten innerhalb Ihres Budgets.
Der tatsächliche Klickpreis ist oft niedriger als Ihr Höchstgebot: Google berechnet nur so viel, wie nötig ist, um die Position zu halten. Einfluss hat dabei auch die Qualität der Anzeige. Google bewertet unter anderem, wie gut Anzeige und Zielseite zur Suche passen. Eine relevante Zielseite kann also Geld sparen.
Was ein Klick in Heidelberg kostet
Die folgenden Werte sind Schätzungen von SE Ranking für Google Deutschland, Stand 27. Oktober 2026. Sie zeigen eine Größenordnung, keinen Preis, den Sie garantiert zahlen.
| Suchbegriff | Suchen pro Monat | geschätzter Klickpreis |
|---|---|---|
| seo agentur | 4.400 | 11,40 € |
| website erstellen lassen | 3.600 | 5,72 € |
| webdesign agentur | 3.600 | 4,94 € |
| seo agentur mannheim | 390 | 3,72 € |
| seo heidelberg | 140 | 3,56 € |
| webdesign heidelberg | 260 | 2,52 € |
| werbeagentur heidelberg | 260 | 1,30 € |
Zwei Beobachtungen: Begriffe mit Ortsangabe sind deutlich günstiger als bundesweite, weil weniger Werbetreibende darum konkurrieren. Und sie werden seltener gesucht. Für einen lokalen Betrieb reicht deshalb oft ein kleines Budget, um bei den wichtigsten Suchen sichtbar zu sein.
So funktioniert das Tagesbudget
Sie geben ein durchschnittliches Tagesbudget vor. Laut Google-Ads-Hilfe kann Google an einzelnen Tagen bis zum Doppelten dieses Betrags ausgeben, wenn an diesem Tag mehr gesucht wird. Über den Monat gerechnet zahlen Sie aber bei den meisten Kampagnen höchstens das 30,4-Fache des Tagesbudgets.
Ein Rechenbeispiel mit angenommenem Wert: Bei 20 € Tagesbudget liegt die Monatsgrenze bei 608 €. An einem einzelnen Tag können bis zu 40 € anfallen.
Was eine Agentur berechnet
Agenturen rechnen die Betreuung meist auf eine von drei Arten ab:
- feste Monatsgebühr, unabhängig vom Budget,
- Prozentsatz vom Werbebudget,
- Stunden für Einrichtung und Optimierung.
Bei kleinen Budgets kann die Betreuung mehr kosten als die Klicks. Das ist nicht unseriös, sollte Ihnen aber bewusst sein. Fragen Sie, welche Arbeit monatlich anfällt: neue Anzeigentexte, ausgeschlossene Suchbegriffe, Gebotsanpassungen, Auswertung der Anfragen.
Warnsignale
- Das Werbekonto läuft auf die Agentur, nicht auf Sie.
- Das Werbebudget wird über die Agentur abgerechnet, ohne dass Sie die Rechnungen von Google sehen.
- Berichte zeigen nur Klicks und Impressionen, aber keine Anfragen oder Anrufe.
- Die Anzeigen führen auf die Startseite statt auf eine passende Unterseite.
Anzeigen, SEO oder beides?
Anzeigen wirken sofort und enden mit dem Budget. Suchmaschinenoptimierung braucht Zeit und wirkt danach weiter. Viele lokale Betriebe nutzen Anzeigen für den Start und für saisonale Angebote und bauen parallel ihre organische Sichtbarkeit auf. Was das kostet, erklärt der Beitrag Was kostet SEO?, wie die Kartenansicht funktioniert, der Beitrag zum lokalen SEO.
Häufige Fragen
Gibt es ein Mindestbudget für Google Ads?
Das Budget legen Sie selbst fest. Sinnvoll ist ein Budget, das genug Klicks für eine Auswertung bringt. Bei sehr kleinen Budgets erfahren Sie nach einem Monat kaum, ob die Anzeigen wirken.
Google Ads oder SEO: Was lohnt sich mehr?
Anzeigen bringen sofort Sichtbarkeit und hören auf, sobald das Budget endet. Suchmaschinenoptimierung braucht Monate, wirkt dann aber ohne Klickkosten. Für neue Angebote oder saisonale Aktionen sind Anzeigen oft der schnellere Weg, für dauerhafte Sichtbarkeit lohnt der Aufbau organischer Rankings.
Wem gehört das Google-Ads-Konto?
Bestehen Sie darauf, dass das Konto auf Ihr Unternehmen läuft und die Agentur nur Zugriff erhält. Dann bleiben Kampagnen, Daten und Verlauf bei Ihnen, wenn Sie die Agentur wechseln.
Quellen
- Durchschnittliche Tagesbudgets Google Ads-Hilfe · abgerufen am 27. Oktober 2026
- Tatsächlicher Cost-per-Click (CPC): Definition Google Ads-Hilfe · abgerufen am 27. Oktober 2026
- Qualitätsfaktor für Suchkampagnen Google Ads-Hilfe · abgerufen am 27. Oktober 2026
- Keyword-Metriken Deutschland (Export) SE Ranking · abgerufen am 27. Oktober 2026